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Game-Designer*

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    Was macht ein Game-Designer*?

    Der Game-Designer*, auch Spieldesigner* genannt, ist ein Fachmann*, der individuell Computerspiele kreativ plant und gestaltet. Er teilt Ideen, legt Regeln fest, baut Abläufe und sorgt dafür, dass ein Spiel Spaß macht und motiviert. Dabei gilt seine Aufmerksamkeit der Story, dem Level-Aufbau, den Figuren, der Benutzeroberfläche und wie Spieler* mit dem Spiel interagieren. Oft arbeitet er eng mit Programmierern*, Grafikern*, Sound-Designern* und Produzenten* zusammen. Durch seine Kreativität schafft er eine Balance aus Spaß, Herausforderung und emotionaler Wirkung, damit aus einer Idee ein spannendes Spiel entsteht. Ein guter Game-Designer* löst Probleme, passt sich an, analysiert Dinge und arbeitet gut im Team mit anderen zusammen.

    Welche Aufgaben hat ein Game-Designer*?

    Ein Game-Designer* hat viele Aufgaben rund um das Entwerfen von Computerspielen.


    Berufsvideo: Was macht ein Game-Designer*? Ein Video vom MedienCampus Bayern e.V.

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    Spielkonzeption und Design: Ein Game-Designer* findet Spiel-Ideen, definiert Designs und schreibt Konzepte, die grob zeigen, wie ein Spiel aussehen und funktionieren soll.

    Gameplay-Design: Er entwirft die grundlegenden Mechaniken, Regeln und Systeme eines Spiels. Er muss das Gleichgewicht zwischen Herausforderung und Spaß finden und sicherstellen, dass das Gameplay reibungslos funktioniert.

    Narrativ-Design und Storytelling: Spiele enthalten eine Erzählung oder Handlung. Mittels der Gestaltung von Charakteren, Geschichten und Dialogen, dem Storytelling, schaffen Game-Designer* ein fesselndes und immersives Erlebnis für die Spieler*. Kenntnisse über den Einsatz von KI sind Teil der kreativen Herausforderung, wenn es um z. B. dynamisierte, nicht lineare Storylines im Spielablauf geht.

    Level-Design: Obwohl dies nicht immer zum Aufgabenbereich eines Game-Designers* gehört, kann er an der Gestaltung von Spielabschnitten oder -welten mitarbeiten. Er arbeitet eng mit Level-Designern* zusammen, um sicherzustellen, dass jede Stufe gut in das Gesamtspiel passt und ein stimmiges Spielerlebnis bietet.

    Prototyping: Der Game-Designer* erstellt schnelle, funktionsfähige Vorabversionen, um Ideen zu testen. Dabei nutzen er auch Tools wie Unity, Unreal Engine, Godot, Tiled oder GameMaker. Die KI kann helfen, Routineaufgaben zu automatisieren oder Spielwelten zu generieren.

    Zusammenarbeit und Kommunikation: Der Game-Designer* arbeitet oft in Teams mit anderen Berufen wie Artisten*, Programmierern* und Produzenten* zusammen, teilen Ideen, holt Feedback ein und findet gemeinsam Lösungen.

    Forschung und Analyse: Was in anderen Spielen gut oder schlecht läuft, analysiert der Game-Designer* und nutzt Marktdaten, um Trends zu erkennen und neue Ideen zu entwickeln.

    In welchen Branchen werden Game-Designer* gebraucht?

    • Spieleentwicklungs- bzw. Gaming-Branche: Zusammenarbeit mit Künstlern*, Programmierern* und Produzenten, um Konzepte, Gameplay und Level zu gestalten.
    • Im Bereich der Bildungssoftware: Game-Designer* können an der Gestaltung von Lernspielen für Schulen oder Unternehmen arbeiten und dabei ihre Designfähigkeiten einsetzen, um das Engagement und die Motivation der Benutzer zu steigern.
    • Game-Design und Museumspädagogik: Die Museumspädagogik zielt darauf ab, Wissen und kulturelle Inhalte erlebbar, verständlich und ansprechend zu vermitteln. Game-Designer* bringen dafür Kompetenzen mit, die Interaktivität, Motivation und Storytelling in Lernprozesse integrieren. Sie unterstützen „Lernen durch Erleben“ und verwandeln Ausstellungen in spielerische, partizipative Lernräume.
    • Marketing: Im Bereich des Marketings wirken spielsystemische Elemente auf den Käufer*. Der Game-Designer* nutzt diese Elemente der Gamification, wie z. B. Punkte, Level und Quests, um Käufer* zu aktivieren.
    • Film/TV/Videospiel-Produktion: Game-Designer* können auch in der Film-, Fernseh- oder Videospielproduktion tätig sein und dabei ihre Designfähigkeiten einsetzen, um die Erzählung, Charakterentwicklung oder Spielmechaniken zu gestalten.

    Beruf Game-Designer* – welche Voraussetzungen benötigt man?

    Universalisten bzw. Allrounder haben hier einen klaren Vorteil, da sie eine Vielzahl von Fähigkeiten mitbringen.

    • Leidenschaft für Spiele: Begeisterung für Spiele, um die Bedürfnisse der Spieler zu verstehen.
    • Kreativität: Neue Ideen entwickeln und innovative Konzepte entwerfen können.
    • Technisches Verständnis: Grundwissen über Spielmechaniken, Genres und technische Möglichkeiten.
    • Gute Kommunikationsfähigkeit: Ideen klar und verständlich an das Team weitergeben können.
    • Entscheidungsfähigkeit: Sich an Änderungen anpassen und Kompromisse finden.
    • Teamarbeit: Fähigkeit, gut mit anderen zusammenarbeiten und konstruktiv auf die Ideen anderer einzugehen zu können.
    • Anpassungsfähigkeit: Bereitschaft, neue Technologien und Designprinzipien kennenzulernen.
    • Fachkenntnisse: Verstehen von Mechaniken, Spielerlebnis und Level-Design, idealerweise auch Kenntnisse in der Anwendung von KI, Grafik oder Programmierung.
    • Portfolio: Eine Sammlung eigener Ideen, Prototypen oder Arbeiten hilft bei Bewerbungen.
    • Ausbildung: Formale Ausbildung ist nicht zwingend nötig, kann aber die Chancen verbessern; ein Studium in Spieleentwicklung oder verwandten Bereichen ist hilfreich.

    Ausbildung, Studium oder Quereinstieg
    als Game-Designer*

    Eine Karriere als Game-Designer* kann man entweder mit einem Studium, einer formalen Ausbildung oder durch einen Quereinstieg starten.

    Studium Game-Design

    Beispiele für Studienangebote:

    Die meisten Game-Designer* haben einen Bachelor-Abschluss in Spieleentwicklung, Informatik, Softwaretechnik oder ähnlichen Bereichen. Manche studieren auch gezielt Game-Design. Die Studiengänge unterscheiden sich darin, ob sie breit ausbilden oder sich auf bestimmte Themen konzentrieren.

    Ein Studium hilft auch beim Aufbau von Branchenkontakten und bietet Praktika oder Ausbildungsprogramme, um Erfahrungen zu sammeln.

    Ausbildung Game-Design

    Eine Ausbildung dauert meist 1 bis 3 Jahre. Ein Jahr ist eine Basis-Ausbildung und endet oft mit einem staatlich anerkannten Abschluss. Drei Jahre dauern längere Ausbildungsprogramme, in denen auch Unterrichtsfächer wie Deutsch, Englisch und Mathematik vorkommen.

    Beispiele für Ausbildungsangebote:

    • Staatlich anerkannter Game-Designer*(GA) (staatliche Anerkennung, 1 Jahr, Games Academy)
    • Game-Design-Ausbildung (staatliche Anerkennung, 1 Jahr, wave Akademie)
    • 3D-Design, Game-Designer-Ausbildung (schulische Ausbildung, 2 Jahre inkl. 6 Monate Praktikum, GPG)
    • Ausbildung 3-D-Designer bzw. Game-Designer (Zertifikatslehrgang, GPB)

    Quereinstieg Game-Design

    Der Quereinstieg als Game-Designer* kann auf verschiedene Weise erfolgen, es gibt keine einzige „richtige“ Möglichkeit. Wichtig ist eine klare Leidenschaft fürs Spiel, Spaß an 2D- und 3D-Gestaltung, Charakter- und Level-Design sowie eigene Projekte, die du in einem Portfolio zeigen kannst.

    • Praktische Erfahrung sammeln, z. B. als QA-Tester* oder Programmierer* in Studios; dabei Netzwerke knüpfen.
    • Weiterbildung absolvieren, z. B. Online-Kurse oder Nebenjob-Themen.
    • Kunst- oder Grafik-Design-Hintergrund nutzen; Portfolios bauen, um Design-Stil zu zeigen.
    • Hochschulbildung in verwandten Bereichen abschließen und in die Branche einsteigen.
    • Wechsel aus anderen Berufen mit deiner Leidenschaft für Spiele; dein breiter Background kann Vorteile bringen.

    Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten als Game-Designer*

    Durch das breit gefächerte Ausbildungs- und Berufsbild eines Game-Designers* gibt es viele Möglichkeiten der Spezialisierung.

    Bereiche der Spezialisierung sind z. B.:

    • KI-Game-Designer*: Diese Spezialisten konzentrieren sich auf die Entwicklung von künstlicher Intelligenz in Spielen, insbesondere für NPCs (Nicht-Spielercharaktere), AI-gesteuerte Fähigkeiten und strategisches Gameplay. Ein KI-Game-Designerist ein wichtiger Bestandteil des Spieleentwicklungsprozesses, da er dazu beiträgt, die Interaktion zwischen Charakteren und Spielern* zu verbessern und eine immersivere und realistischere Erfahrung für die Spieler* zu schaffen.
    • UX-Game-Designer*: Er arbeitet daran, die Benutzererfahrung von Spielen zu verbessern. Er achten auf Spielerbindung, Intuitivität und Fluss des Spiels. Seine Arbeit umfasst das Design von Menüs, HUDs (Head-up-Displays), Benutzeroberflächen und Animationen. Datenanalysen, Usability-Tests, Wireframing und Prototyping nutzt er, um die Nutzererfahrung auszuwerten und zu verbessern. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Zusammenarbeit mit Game-Developer, Story-Writer* und Game-Producer* ein.
    • Gameplay-Programmierer*: Ein Gameplay-Programmierer (oder -Ingenieur) ist dafür verantwortlich, die Vorstellungen eines Spieledesigners in den Code des Spiels zu übertragen, um das gewünschte Spielerlebnis zu erzielen.
    • Narrative-Designer/Game-Writer*: Diese Berufsbezeichnung umfasst die Erstellung von Geschichten, Charakteren und Dialogen für Videospiele, Mobile-Games und andere interaktive Medien. Game-Writer* sind dafür verantwortlich, die Spielwelt, Handlungsstränge und Nebengeschichten zu entwerfen, um Spieler* mit fesselnder Erzählung und immersiven Charakteren einzubeziehen.
      Die Aufgaben eines Narrative-Designers* umfassen Story-Design, Character-Development, Dialog-Design und interaktive Erzählung, unter anderem mit den Methoden der KI.
    • Weitere Spezialisierungen:
      Projekt- oder Team-Management, Production, Game-Design-Research.

    Wechsel ins Management oder in die Produktion

    Für den Sprung ins Management sind Weiterbildungen in Projekt- und Team-Management sinnvoll. Networking, Messebesuche und Kontakte zu Studios helfen ebenfalls. Ein erfahrener Mentor kann beim Übergang ins Management unterstützen.

    Game-Designer* Jobs und Gehalt

    Die Gehälter eines Game-Designers* variieren stark je Land, Region und Erfahrung.

    Game-Design-Jobs – wo suchen?

    Gehalt
    Die Gehälter variieren stark je Land, Region und Erfahrung. In den USA liegt das Spektrum oft zwischen 50.000 und 150.000 USD pro Jahr.

    Laut kununu.de, die 189 Daten ausgewertet haben, liegt der Bruttoverdienst für Game-Designer* in Deutschland im Durchschnitt bei:

    • 0–3 Jahre: ca. 43.000 €
    • 3–6 Jahre: ca. 45.000 €
    • 6–10 Jahre: ca. 57.000 €

    Das Gehalt variiert auch je Stadt; z. B. verdienen Fachleute in München oft mehr als in kleineren Städten.

    Der Einfluss von KI auf das Gehalt

    KI hat auch hier unmittelbare Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt bzw. auf das Gehalt des Game-Designers*. Kenntnisse über die Einsatzmöglichkeiten von KI sind ein wichtiges Asset im Skillset. Sie beinhalten die Vereinfachung von Standardaufgaben, z. B. im Rahmen des Prototypings. Auch bei der Dynamisierung der Interaktionen des Spielers mit NPCs und der Generierung von Spiele-Welten und Erfahrungen wird der kreative Einsatz von KI ein Unterscheidungsmerkmal, wenn es um Gehaltsverhandlungen geht.

    Beratung zur Berufswahl

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    Die Möglichkeiten die sich Dir beim Berufsweg bieten sind vielfältig. Eine Beratung unterstützt Dich zu klären:

    • Welche Ausbildung als Voraussetzung Du hast/brauchst
    • Welcher Beruf im Gaming-Bereich in Frage kommt
    • Welche Perspektiven für Dich attraktiv sind

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